Klinik für Psychiatrie, Neurologie, Psychosomatik und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter

im Zentrum für Nervenheilkunde

 

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Rostocker Längsschnittstudie

 

 
 
letzte Änderung
am 04.12.2008

 

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HaLT - Hart am Limit

 

 

Ansprechpartner: Fr. Manuela Pape (Ärztin)

Tel.: 0381/494-4433 oder Mobil: 01520/21 555 44

Email: manuela.pape@med.uni-rostock.de

 

 

„Hart am Limit“ – HaLT ist ein spezielles Hilfsangebot für Kinder und Jugendliche mit riskantem Alkoholkonsum, insbesondere im Zusammenhang mit Alkoholintoxikationen.

 

Ziel ist es, Kinder und Jugendliche direkt anzusprechen, die durch riskanten Alkoholkonsum aufgefallen sind und frühzeitig innerhalb eines niederschwelligen Angebotes zur Reflexion ihrer Konsumgewohnheiten zu bewegen.

Es sollen dabei zuverlässige Daten hinsichtlich jugendlicher Alkoholkonsumgewohnheiten erfasst werden, mit einer darauf aufbauenden richtungsweisenden Beratung und Therapie bis hin zu rehabilitativen Ansätzen.

Mögliche Motive und Hintergründe für problematisches Trinkverhalten sollen beleuchtet und individuelle und soziale Risikofaktoren herausgefunden werden.

Langfristig soll die Verbreitung und Häufigkeit von riskantem Trinkverhalten unter jungen Menschen wesentlich verringert werden, Jugendliche über Alkohol besser aufgeklärt und ein stützendes Umfeld geschaffen werden.

Das Modellprojekt gliedert sich in einen primärpräventiv orientierten proaktiven Teil, den sich die Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung (LAKOST), www.lakost-mv.de, in Mecklenburg – Vorpommern zur Aufgabe gemacht hat und in einen sekundärpräventiv orientierten reaktiven Teil, den die Klinik für Kinder- und Jugendneuropsychiatrie der Universität Rostock übernimmt. Durch die Zusammenarbeit soll eine gezielte Prävention an Kernorten der Alkoholbeschaffung und des Alkoholkonsums sowie die Mithilfe bei breitenwirksamen Präventionsmaßnahmen im Gebiet Rostock – Landkreis Güstrow geschaffen werden.

 

Besonders stark verbreitet sich das exzessive Trinken von vier und mehr alkoholischen Getränken hintereinander, das sogenannte „Rausch-Trinken“ (binge-drinking) – trinken bis zum Umfallen. Zwischen Spaß und unberechenbarem Risiko verläuft oft nur ein schmaler Grat, so dass immer mehr Jugendliche mit Alkoholvergiftungen auf Akutstationen von Allgemeinkrankenhäusern und Pädiatrien behandelt werden müssen. Die Steigerungsrate der intensivmedizinisch versorgten Kinder und Jugendlichen mit einer Alkoholintoxikation an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Rostock liegt für den Zeitraum 1994-2000 bis 2002 bei erschreckenden 147 %.

 

Alkohol birgt besonders für Kinder und Jugendliche in immer jüngerem Alter Gefahren. Weil ihre körperliche Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, reagieren Sie empfindlicher auf Alkohol als Erwachsene. Das Risiko gesundheitlicher Folgeschäden ist entsprechend größer.

Alkopops zum Bsp. sind alkoholische Mixgetränke mit 4-6 Volumenprozent. Sie sind süß, süffig und frech gestaltet, um gezielt ein jugendliches Publikum anzusprechen. Nach einer Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) im Jahr 2003 stehen sie in der Beliebtheitsskala bei Jugendlichen ganz oben und sind im Trend.

 

HaLT will gefährdete Jugendliche gezielt auf die Risiken, nicht nur des Vollrausches, ansprechen.

Das Modellprojekt wird vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung gefördert.

 

Wir bieten:

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Adäquate Beratung und Hilfe für alkoholintoxikierte Kinder und Jugendliche über die rein medizinische Notfallversorgung hinaus

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Brückengespräche mit Risikocheck am Krankenbett sowie Erfassung der auslösenden Begleitumstände

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Stützende und aufklärende ärztliche Einzelgespräche mit zukunftsweisender Motivationsarbeit

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Weiterführende medizinische Diagnostik und Beratung sowie psychologische Diagnostik in enger Zusammen-arbeit mit dem interdisziplinären Team der Drogenambulanz der KJPP der Universität Rostock – zur Erstellung eines individuellen Hilfeprogrammes

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 Beratung und Hilfestellung bei sozialen Problemen

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Zeitnahe begleitende Beratungsgespräche für Eltern, Lehrer und Vertrauenspersonen

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Mithilfe bei der Überleitung des Jugendlichen zu den Hilfemaßnahmen nach § 35 KJHG

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Vermittlung von Kindern und Jugendlichen, die längerfristige Begleitung benötigen zu weiterführenden Versorgungssystemen

 

In Planung sind:

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Kommunikationsforum über das Internetportal „Jugend und Drogen“ des Gesundheitsamtes Rostock

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Gruppenangebot:     Entspannungsverfahren

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Soziale Gruppengespräche für interessierte Jugendliche

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In späterer Projektphase Angebot von erlebnis-pädagogischen Elementen als Grundlage, um Reflexionsprozesse in Gang zu setzen, die das Ziel haben, die Selbstwahrnehmung der Jugendlichen und ihr Problembewusstsein zu erhöhen.